Die alte Socke entdeckt die Musik

 

Die alte Socke war nun schon seit einiger Zeit zusammen mit ihrem Teddy Nils-Güther bei Emma. Genauer gesagt hatte Emma die alte Socke über Teddys Fuß gezogen, als sie sich im Spielwarenladen in den Teddy Nils-Günther verliebt hatte, weil sie dachte, er hätte sie verloren. Seitdem hatte Emma sie überall mit hingenommen. Sie kannte jetzt alle Verwandten und deren Haustiere. Der Hund von Tante Sophie hatte sie doch tatsächlich klauen wollen!

 

Gerade waren Ferien und Emma lag die meiste Zeit auf ihrem Bett und las in ihren Pferdebüchern. Sie hatte Nils-Günther erzählt, dass alle ihre Freunde im Urlaub wären und sie es sich deshalb zu Hause gemütlich machen würden. Das fand die alte Socke aber ziemlich langweilig und sie hoffte, dass Emma auch mal was anderes machen würde, als nur zu Hause bleiben und lesen.

 

Emmas Mama kam ins Zimmer und als könne sie Gedanken lesen, sagte sie: „Tante Gela gibt gleich ein Konzert, hast du Lust mich zu begleiten"? Natürlich hatte die alte Socke Lust! Und zum Glück sagte auch Emma ja. Als ihre Mutter aus dem Zimmer gegangen war, erklärte sie Teddy und der Socke, dass Tante Gela, die eigentlich Angela hieß, ganz toll Querflöte spielen würde. Emma zog sich ein schickes Kleid an und kurze Zeit später ging es auch schon los zur Kirche.

 

Die alte Socke staunte nicht schlecht, als das Konzert begann. Tante Gela sah wunderschön aus! Sie trug ein nachtblaues Kleid und hatte eine tolle Frisur. Und als sie die Flöte ansetzte, war die alte Socke völlig verzaubert, Sie sagte kein Wort mehr und lauschte nur noch der Musik. Tante Gela spielte auf der Flöte manchmal laut, manchmal leise, mal traurig und mal fröhlich. Manchmal trillerte sie oder spielte ganz viele schnelle Töne, dass es sich fast wie Vogelgezwitscher anhörte. Als das Konzert zu Ende und der Applaus verklungen war, tat die alte Socke einen tiefen Seufzer. „Ich bin echt froh, dass Emma mit uns hergekommen ist“, sagte sie zu Nils-Günther, „wir hätten was verpasst zu Hause“. Nils-Günther stimmte zu und summte leise eine der Melodien vor sich hin.

 

Am nächsten Tag nach dem Frühstück machte Emma etwas, was Nils-Günther und der alten Socke zuerst komisch vorkam. Kaum dass der Frühstückstisch aufgeräumt war, holte sie wieder Geschirr aus den Schränken und stellte es auf den Tisch. Emmas Mutter hob den Kopf von ihrer Zeitung und fragte: „Was machst du denn da, mein Schatz?“ und Emma antwortete: „Ich will auch Musik machen, wie Tante Gela gestern“. Jetzt schauten nicht nur Nils-Günther und die alte Socke, sondern auch Emmas Mutter gespannt zu, was auf dem Küchentisch passierte. Emma nahm einen Löffel und tippte damit erst ganz vorsichtig an die Kaffeetasse ihrer Mutter. Dann tippte sie an einen Kochtopf und gegen eine Plastikschüssel. „Mama, hast Du gewusst, dass jedes Geschirrteil einen anderen Ton hat?“ fragte Emma. „Ja, mein Schatz“, sagte ihre Mutter und erklärte ihr, dass man mit kleinen Kochtöpfen hohe Töne erzeugen konnte und mit großen Töpfen tiefe.

 

Die nächsten Tage klimperte und trommelte Emma auf allem, was sie finden konnte. Auch als sie mit ihrer Mutter und Nils-Günther im Park spazieren war und sie sich dort auf eine Bank setzten, begann sie sofort, mit einem Stöckchen auf die Lehne zu klopfen. Da kamen plötzlich viele Menschen in den Park gelaufen, die alle gleich gekleidet waren. Sie trugen weiße Blusen oder Hemden, dunkelrote Westen, schwarze Hosen und die Männer dunkelrote Krawatten. Die alte Socke hörte: „Hier können wir ein gutes Foto machen.“ Erst jetzt sah die Socke, dass jeder etwas in der Hand hatte. Etwas, das silbern oder golden in der Sonne glänzte. „Mama, was haben die Leute in der Hand?“, hörte sie da schon Emma fragen. Emma war toll. Oft fragte sie genau das, was die alte Socke gerade auch interessierte. „Schatz, das sind Instrumente“, sagte Emmas Mama da. „Darauf kann man tolle Melodien spielen, so wie Tante Gela. Schau, eine Flöte ist auch dabei!“ „Oh Mama, das würde ich gerne hören“, antwortete Emma. Emmas Mama nahm Emma an der Hand, ging zu einem der Musiker und fragte, wann sie denn spielen würden. „Wir haben nächste Woche ein Kinderkonzert und machen gerade ein Foto für die Programme,“ war die Antwort. Emmas Mutter notierte sich Datum und Uhrzeit und versprach zu dem Konzert zu kommen.

 

Das Konzert fand in einer großen Halle statt. Auf der Bühne standen viele Instrumente. Die Kinder durften in den vorderen Reihen sitzen und Emma war ganz aufgeregt. Immer wieder drückte sie ihren Teddy. Dann ging es endlich los. Die Kapelle spielte viele schöne Melodien, von denen die alte Socke viele schon einmal gehört hatte, und zwischendurch wurden Instrumente vorgestellt. Das größte Instrument war die Tuba. Die durfte zusammen mit dem kleinsten, der Querflöte, spielen und die alte Socke fand es klasse, wie es klang. Sie kannte die Melodie von einer Kindersendung, die Emma manchmal schaute. Aber auch Klarinette und Saxophon gefielen ihr mit dem weichen Holz-Klang, Trompete, Posaune und die Hörner mit dem härteren Blech-Klang. Bei der Posaune fand sie es lustig, dass der Zug die Töne verändert und dass man mit dem Mundstück Pups-Geräusche machen konnte. Nur das Schlagzeug war der alten Socke etwas zu laut.

 

Am Ende des Konzerts durften sogar die Kinder dirigieren. Emma traute sich und stellt sich mit Nils Günther und seiner Socke vor das Orchester. Jetzt konnte sie alle Instrumente nochmal von ganz nahe sehen. Das war wunderbar! Die Socke wünschte sich, dass Emma auch ein Instrument erlernen würde, damit sie diese wunderbaren Töne auch zu Hause hören konnte. Denn ehrlich gesagt ging ihr Emmas Getrommel langsam schon ein bisschen auf die Nerven.

 

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